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Deutungs- und Nutzungskonflikte ehemaliger NS-Großprojekte in der Gegenwart

Study project presentation at the Bauhaus-University Weimar

Max Welch Guerra, Bauhaus-Universität Weimar, max.welch@uni-weimar.de

The presentation will take place on Thursday February 12th, between 9:00 a.m. and 11:00 a.m at the Institut für Europäische Urbanistik IfEU.

Einladung Präsentation Deutungs- und Nutzungskonflikte

Welcome to the 100th member!

Martin Pekár (Pavol Jozef Šafárik University in Košice) recently joined the network as the 100th member. We are looking forward to welcoming many new members in the near future!

Nationalsozialistische Neugestaltungspläne für Berlin

Review of the exhibition “Von Berlin nach Germania” (Berlin, Landesarchiv, from 7 November 1984 to 17 May 1985), published in the journal „kritische berichte“ 1/1985 by Harald Bodenschatz

Harald Bodenschatz, Technische Universität Berlin, harald.bodenschatz@tu-berlin.de

In den 1980er Jahren war meine Auseinandersetzung mit dem Städtebau der Diktaturen Europas noch unterentwickelt. Das änderte sich erst mit maßgeblicher Unterstützung Wolfgang Schäches. Die Ausstellung des Landesarchivs „Von Berlin nach Germania. Über die Zerstörungen der ‚Reichshauptstadt’ durch Albert Speers Neugestaltungsplanungen“ an der Wende der Jahre 1984/85 war nicht nur für die Berliner Öffentlichkeit, sondern auch für mich ein Meilenstein. Damals festigte sich mein Interesse für dieses Themenfeld, das mich seitdem nicht mehr loslassen sollte. In dem von Hans J. Reichhardt und Wolfgang Schäche konzipierten Ausstellungskatalog wurde eindrucksvoll vorgeführt, dass man beides betrachten muss, um den Städtebau der Diktaturen überhaupt verstehen zu können: die Architektur und den Städtebau als Form, aber auch die besonderen Produktionsverhältnisse, die zu dieser Form geführt haben. Ich schrieb damals einen ausführlichen Ausstellungsbericht, der im Heft 1/1985 der Zeitschrift „kritische berichte“ abgedruckt wurde.

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Titel des Ausstellungskatalogs “Von Berlin nach Germania”, erste Auflage 1984

Deutungs- und Nutzungskonflikte der Gegenwart: drei Großprojekte der NS-Zeit

Study Project at the Bauhaus-University Weimar (Master’s degree course in Urbanism)

1.FS Masterstudiengang Urbanistik

Lehrende: Prof. Dr. Max Welch Guerra (Professur Raumplanung und Raumforschung), Dipl. Ing. Mark Escherich (Professur Denkmalpflege)

Max Welch Guerra, Bauhaus-Universität Weimar, max.welch@uni-weimar.de

Noch nach 80 Jahren beschäftigt das städtebauliche Erbe der NS-Zeit Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit. Dies gilt besonders für Großprojekte, die in den 1930er-Jahren errichtet wurden. Zur politischen und Planungskultur der Bundesrepublik gehören intensive Diskussionen über die Deutungen und Umdeutungen der Hinterlassenschaften der NS-Zeit, gerade wenn diese zum Gegenstand neuer Planungen werden. Die räumliche Dimension der realisierten Großprojekte macht die Suche nach zeitgemä­ßen Nutzungen schwieriger.
Räumlicher Gegenstand der LV sind drei sehr verschiedene Anlagen der NS-Diktatur. Es handelt sich um das knapp fünf Kilometer lange Seebad-Ensemble Prora (1935-1939) auf der Insel Rügen, um das ca. 300 Hektar große Tempel­­hofer Feld in Berlin (1934-1941), sowie um das geplant 2450 ha umspannende Reichsparteitagsgelände bei Nürnberg (ab 1933).

Interdisziplinäre urbanistische Forschung prägt entspre­chend dem Profil des Studiengangs ‒ unser Arbeitspro­gramm. Den Zugang suchen wir über Konflikte, die in den letzten Jahren ausgelöst wurden, wenn es darum ging, die Funktionen dieser Bauwerke umzudefinieren. Mit den Mitteln der Planungs- und Gesellschaftswissenschaften sowie der Denkmalpflege und durch zumindest drei Ex­kursionen werden wir uns gemeinsam ein fachliches Urteil über den Stand der Dinge vor Ort und auch über den Stand der bundesdeutschen Planung bilden. Zum Pro­gramm gehört ebenso, dass wir die Methoden unserer urbanistischen Forschung systematisch reflektieren und exemplarisch testen, wie aufschlussreich Konflikte sein können, um planungspolitische Unübersichtlichkeit zu bewältigen.

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Tempelhofer Feld, Berlin. Foto: Piero Sassi 2014

Mesto a dejiny (The City and History)

Martin Pekár, Pavol Jozef Šafárik University in Košice, martin.pekar@upjs.sk

The printed journal Mesto a dejiny (The City and History), established in 2012, is an initiative of the Department of History of Pavol Jozef Šafárik University in Košice, Slovakia. The journal publishes contributions from history and related disciplines. It focuses in particular on the publication of the recent results of original scientific research by scholars from Slovakia and abroad in the field of urban history. The journal publishes contributions in Slovak, English or any other foreign language. Documents accepted primarily include: scientific studies, articles and papers, discussions, materials, documents, reviews and annotations reports from scholars in the fields of history, social sciences and other related disciplines. Read More >

Deadline for the forthcoming volume 1/2015: 28 February 2015.

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Mesto a dejiny, 2014, vol. 3, no. 1.

Pueblos de colonización en la cuenca del Duero

book by Antonio Álvaro Tordesillas, published by the Junta de Castilla y León in 2010

Antonio Álvaro Tordesillas, Universidad de Valladolid, tordesillas@arq.uva.es

Son muchos los estudios elaborados sobre el tema de la Colonización en España, pero es éste el primero que lo hace sobre el territorio de Castilla y León. El libro estudia y analiza 21 pueblos repartidos por la Comunidad que se proyectaron y levantaron de nueva planta, en las décadas de los cuarenta, cincuenta y sesenta, bajo la dirección del Instituto Nacional de Colonización. Pueblos que constituyen conjuntos claramente identificables y de elevado valor histórico y material, esenciales para comprender la compleja transición a la modernidad en la que, en la segunda mitad del siglo XX, se encontraba inmersa la arquitectura en España.

Por otro lado, la manera cómo se enfoca y trata el tema de la Colonización, es asimismo novedoso especialmente por las numerosas y continuas referencias a otros momentos e hitos del urbanismo y la arquitectura, en un momento crucial también fuera de nuestro país. De tal manera, que quizá el título resulte engañoso, al tratarse de un completo, exhaustivo e interesante análisis de la Colonización en nuestro país: desde la escala territorial hasta la habitacional, tanto urbana como arquitectónicamente, y relacionándola con la propia historia y evolución de la arquitectura nacional e internacional (la Unidad Vecinal americana, la Ciudad Jardín inglesa, la Bonifica Integrale italiana, la vivienda mínima en Europa, etc.).

Es por ello que en la definición de este corpus teórico, no se centre exclusivamente en ejemplos de la Cuenca del Duero, sino con los casos más paradigmáticos y representativos de la Colonización española. Pueblos como Vegaviana, Sacramento, Esquivel o Villalba de Calatrava son examinados y comparados con otros como Radburn, Harlow, La Martella o Nahalal, por citar algunos; con trazados urbanos como los del Seminario de urbanología de Fonseca; con los concursos anteproyectos para la construcción de poblados residenciales de la OPER o los del Agro Pontino italiano; con tipologías edificatorias como las del Instituto de la Vivienda, el tercer Reich alemán, la vivienda Amann, o las de los Poblados Dirigidos de Madrid.

Además, este trabajo posee un carácter indudablemente documental ya que supone, por un lado, dar a conocer este patrimonio, y por otro proponer, o en todo caso servir de fundamento y ayuda, para el desarrollo de instrumentos específicos para la evaluación y reflexión sobre su recuperación, protección, difusión y explotación. No cabe duda, que es una gran oportunidad de promoción cultural, investigación y revisita de nuestro inmediato pasado.

Portada libro

Städtebau und Diktatur unter Salazar und Franco – eine europäische Perspektive

Vorstellung des gleichnamigen Forschungsprojekts an der Universität Kassel am 29. Oktober 2014

Uwe Altrock, Universität Kassel, altrock@asl.uni-kassel.de

Im Rahmen der Vortragsreihe des Fachbereichs Architektur, Stadt- und Landschaftsplanung stellten Prof. Dr. Harald Bodenschatz (TU Berlin), Christian von Oppen (TU Berlin) und Piero Sassi (Bauhaus-Universität Weimar) erste Ergebnisse eines DFG-geförderten Forschungsprojekts vor.

Harald Bodenschatz ging auf den Forschungsrahmen und den Kontext des Projekts ein, in das das Fachgebiet Stadtumbau/Stadterneuerung an der Universität Kassel informell eingebunden ist. Von besonderer Relevanz erscheint für den deutschen Forschungskontext und die internationalen Verflechtungen der Diktaturen in Europa nicht zuletzt, mit welch großem Aufgebot deutsche und italienische Truppen am spanischen Bürgerkrieg teilnahmen und wie groß die Schuld ist, die sie auf sich luden – nicht nur bei der Zerstörung der baskischen Stadt Gernika. Bodenschatz erinnerte auch an die außerordentliche Rolle, die Lissabon Anfang der 1940er Jahre für kurze Zeit als Treffpunkt von Flüchtlingen aus ganz Europa spielte. Verblüffend aus heutiger Sicht erscheint, dass berühmte Wahrzeichen der Stadt wie das Hieronymus-Kloster in ihrem städtebaulichen Umfeld stark von der Diktatur beeinflusst wurden oder die Diktatur auf eine Ebene mit der Größe des untergegangenen portugiesischen Weltreichs stellt wie das 1960 errichtete Denkmal der Entdeckungen.

In diesem Sinne machten auch Christian von Oppen und Piero Sassi anhand von Einzelprojekten deutlich, dass der Städtebau unter den iberischen Diktaturen weit über staatliche Repräsentationsbauten hinausreichte und sowohl stilistisch als auch im Hinblick auf die Stadtproduktion nicht leicht einzuordnen ist. Bekannter sind vielleicht noch Orte wie das Tal der Gefallenen als spanisches Nationalmonument zur Verherrlichung der Franco-Diktatur. Weniger bekannt sind dagegen vermutlich die starken Einflüsse der Diktatur auf den Städtebau in Madrid sowie die Projekte zum Bau von Universitäten in Lissabon und Coimbra, die ein breites Spektrum von städtebaulichen Zugängen offenbaren.

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Urban Design and Authoritarian Government – European Dictatorships in the 20th Century in International Perspective

Roundtable Discussion funded by the German Research Foundation at the University of Kassel on 25 and 26 August 2014

Uwe Altrock, Universität Kassel, altrock@asl.uni-kassel.de
Harald Kegler, Universität Kassel, harald_kegler@yahoo.com

To strengthen the network of researchers working on 20th century dictatorships in Europe and urban development, researchers from the University of Kassel, TU Berlin and Bauhaus University Weimar hosted a roundtable discussion. About 20 scholars from Germany and abroad discussed avenues for a more systematic research and perspectives for the funding of research networks. The underlying idea was that there is a lot of detailed research in a number of European countries that have witnessed dictatorships in the 20th century especially when it comes to matters of architectural form, whereas a broader approach transcending this narrow perspective is only gradually established. The following questions seem to need a more thorough reasearch approach that is truly international in nature and may allow for comparisons and for significant contributions in the context of the contemporary perception of legacies of dicatorships in a democratic environment:

How is an authoritarian system of urban design established?
Are there specific products and traditions of urban form?
How is urban design in dictatorships influenced by international exchange both in political and professional terms?
What are the specific features of the production of urban space in dictatorships when looking beyond representational urban design for the state itself?
The roundtable discussion offered an opportunity for productive interdisciplinary exchange between scholars from the fields of architecture, planning, history, history of art, preservation and political science that have all contributed to the overall theme of the roundtable discussion.
In the future, research activities of the participants will build on completed and on-going projects dealing with the situation in, among others, Germany, the Soviet Union, Italy, Spain, Portugal, and the Balkans, and linking it more actively with the activities of networks such as UEDXX.

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Former Parliament of Yugoslavia (inaugurated in 1961), nowadays Parliament of Serbia. The built legacy left behind by the dictatorship in former Yugoslavia was discussed during the presentation “Research on Forgotten Dictatorships” (Harald Kegler). Photograph by Harald Kegler 2014, CC BY-NC-ND 4.0

Städtebau und Diktatur: mehr als ein Forschungsprogramm

Article by Harald Bodenschatz in: Forum 2014, 69-70

Harald Bodenschatz, Technische Universität Berlin, harald.bodenschatz@tu-berlin.de

Nach den Forschungen zum Städtebau in der frühen Stalinzeit und in der Mussolinizeit haben wir – Max Welch Guerra, Uwe Altrock, Christian von Oppen, Piero Sassi und ich – dank der DFG die Chance, Forschungen zum Städtebau der Diktaturen auf der iberischen Halbinsel durchzuführen. Auch die Diktaturen Salazars und Francos sind Teil unserer gemeinsamen europäischen Geschichte. Auch ihr Städtebau ist Teil der europäischen Städtebaugeschichte, und der Umgang mit diesen Zeugnissen betrifft uns alle.

Download full text: Städtebau_und_Diktatur_Bodenschatz

Mercado

Mercado General de Covilhã, (eröffnet 1943, erneuert 2000). Foto: Harald Bodenschatz 2014, CC BY-NC-ND 4.0

Urban Design for Mussolini, Stalin, Salazar, Hitler and Franco during the Interwar Period

Session M50 at the 12th International Conference of the European Association for Urban History (Lisbon, September 3–6, 2014)

Christian von Oppen, Technische Universität Berlin, christian.von.oppen@uni-weimar.de

Earlier this year, the UEDXX for the first time participated in the European Association for Urban History (EAUH) biannual conference in Lisbon. The EAUH conference provides a multidisciplinary forum for the diverse community of urban scholars. Following this multidisciplinary approach, Prof. Dr. Harald Bodenschatz, DI Christian von Oppen and Prof. Dr. Max Welch Guerra (founding members of the network) organized a session about urban design under the European dictatorships of the 20th Century (“Urban Design for Mussolini, Stalin, Salazar, Hitler and Franco during the Interwar Period”, M50). The session mainly focused on an international approach, which was underlined by six contributions representing six different countries.

Due to the forced repression of other European countries, as well as the cultural diplomacy of the most powerful dictatorships of the 20th century (for example, the Soviet Union, Nazi Germany, and Fascist Italy), urban history under dictatorial regimes is a topic with broad international reference. Nevertheless, this important topic is mainly discussed within the single national contexts. During the session, the different contributions made clear that the understanding of the common European history under dictatorships is determined by different national experiences. It is necessary to overcome this gap to achieve a shared understanding of the European history of the 20th Century.

Accepted papers will be published on this website.

Conference session (M50):
http://www.eauh2014.fcsh.unl.pt/index.php?conference=conference&schedConf=eauh2014&page=schedConf&op=trackPolicies

Download short report (German): Bericht_SessionM50

140829_UEDXX

The UEDXX network was presented during the networking event on Thursday, September 4, 2014, CC BY-NC-ND 4.0.