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Städtebau und Diktatur – eine europäische Perspektive

Research presentation
Saturday, June 13, 2015. 6 pm
Lange Nacht der Wissennschaften
Center for Metropolitan Studies, Hardenbergstraße 16-18, 10623 Berlin
Raum HBS 0.10

Christian von Oppen, Technische Universität Berlin, christian.von.oppen@uni-weimar.de

Die Erinnerung an die Diktaturen des 20. Jahrhunderts ist vor allem eine nationale Angelegenheit. Notwendig ist der Aufbau einer europäischen Erinnerungskultur: andere Praktiken kennen und verstehen lernen, die eigene Praxis reflektieren und die Diktaturen als gemeinsames europäisches Erbe begreifen.

Städtebau und Diktatur: Erweiterung des nationalen Tunnelblicks Der übliche Blick auf Städtebau und Diktatur ist isoliert, national. Das hat seinen Preis. Vor allem schränkt er unsere Interpretationsmöglichkeiten ein. Prof. Dr. Harald Bodenschatz, 18:00 Uhr

Portugal: ignorierter Spiegel Europas Die portugiesische Diktatur als eigensinniger Spielball konfligierender ausländischer Interessen. Dipl.-Ing. Christian von Oppen, 18:15 Uhr

Spanien nach dem Bürgerkrieg: die ersten Jahre der Franco-Diktatur Der Wiederaufbau Spaniens fand unter ambivalenten Bedingungen zwischen ökonomischer Isolierung und internationalen Beispielen statt. Dott. Mag. Piero Sassi, 18:30 Uhr

Der Diktator als Städtebauer? Die Schnittstelle zwischen Städtebau und Geschichtsschreibung wirft viele Fragen auf, sobald es sich um die Stadtproduktion von Diktaturen handelt. Prof. Dr. Max Welch Guerra, 18:45 Uhr

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Urbanism and Dictatorship – A European Perspective

Book presentation
Monday, May 4, 2015. 7 pm
Bücherbogen, Savignyplatz (Berlin)

Organized by Bücherbogen am Savignyplatz and Deutscher Werkbund Berlin e.V.

Guests: the authors Christine Beese, Harald Bodenschatz, Thomas Flierl, Christian von Oppen, Piero Sassi and Max Welch Guerra

Moderation: Claudia Kromrei (Deutscher Werkbund Berlin)

Piero Sassi, Bauhaus-Universität Weimar, piero.sassi@uni-weimar.de

Der Städtebau der europäischen Diktaturen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts diente nicht nur der Herrschaftssicherung im eigenen Lande, sondern auch der Anerkennung durch die demokratischen Staaten. Nach der Machtübergabe an das nationalsozialistische Regime geriet er mehr und mehr zur Trumpfkarte im Wettbewerb unter den großen Diktaturen Europas – fast wie in der Zeit des Absolutismus. Jenseits aller Konflikte und politischer Orientierungen bestand ein intensiver fachlicher Austausch unter den Ländern Europas.

Eine nur nationale Sichtweise auf die Diktaturen ist daher nicht hinreichend. Der übergreifende Blick trägt nicht nur dazu bei, die Besonderheiten der jeweiligen Diktatur zu klären, er weist auch manch vereinfachtes Verständnis von deren Städtebau zurück. Das ist keineswegs nur von historischem Interesse: Die Auseinandersetzung mit Diktaturen ist immer auch Ausdruck unserer gesellschaftlichen Verhältnisse, unserer Erinnerungskultur, unserer Fähigkeit, alte und neue Formen von Diktatur zu erkennen – auch heute!

Das Buch diskutiert den Stand der Forschung zum Städtebau von fünf Diktaturen der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und präsentiert exemplarisch neue Forschungsergebnisse.

Urbanism_and_Dictatorship

20th Century European Urbanism: Towards a Shared History

Lecture series at the Bauhaus University Weimar

Piero Sassi, Bauhaus-Universität Weimar, piero.sassi@uni-weimar.de
Max Welch Guerra, Bauhaus-Universität Weimar, max.welch@uni-weimar.de

The debate on a common European identity is by no means novel. However, over the past few years the escalation of multiple crises and the consequent discussion about the future of the European Union have extended this debate to ever larger segments of society. A shared European history is a fundamental part of the European identity. Discussing it is today more important than ever. Professional and cultural exchange throughout Europe was very intense in the 20th century. It had a strong effect on urbanism in the individual countries. Therefore, the history of urbanism in Europe during the 20th century should be discussed in an international context, as a shared history. Within the lecture series, we will tackle some major issues, such as housing policies, large-scale projects and urban renewal in different geographical contexts (Germany, Italy, Spain, Portugal, France, Russia and Cyprus) and historical periods. On the one hand, this will allow to underline similarities between case studies and to recognize the exchange of models, experts and know-how between different countries. On the other hand, by considering the single case study in a broader international context, this will make it possible to understand its peculiarities. Doing so, the lecture will take on a European perspective.

Download programme: 20th_Century_European_Urbanism_20042015 Urbanism in Europe_Karte Sponsored by the Federal Ministry of Education and Research

Urbanism and Dictatorship – A European Perspective

Publication edited by Harald Bodenschatz, Piero Sassi and Max Welch Guerra (Birkhäuser Verlag, Bauwelt Fundamente 153, 2015)

Harald Bodenschatz, Technische Universität Berlin, harald.bodenschatz@tu-berlin.de
Piero Sassi, Bauhaus-Universität Weimar, piero.sassi@uni-weimar.de
Max Welch Guerra, Bauhaus-Universität Weimar, max.welch@uni-weimar.de

Urban design under European dictatorships in the first half of the twentieth century must be considered in an international context, as the professional and cultural exchange between European countries was – beyond conflicts and political orientations – very intensive. This European perspective allows us to recognize the specificities of old and new forms of dictatorship!

Download flyer: Urbanism_and_Dictatorship_2015

Urbanism_and_Dictatorship

Städtebau und Diktatur unter Salazar und Franco – eine europäische Perspektive

Vorstellung des gleichnamigen Forschungsprojekts an der Universität Kassel am 29. Oktober 2014

Uwe Altrock, Universität Kassel, altrock@asl.uni-kassel.de

Im Rahmen der Vortragsreihe des Fachbereichs Architektur, Stadt- und Landschaftsplanung stellten Prof. Dr. Harald Bodenschatz (TU Berlin), Christian von Oppen (TU Berlin) und Piero Sassi (Bauhaus-Universität Weimar) erste Ergebnisse eines DFG-geförderten Forschungsprojekts vor.

Harald Bodenschatz ging auf den Forschungsrahmen und den Kontext des Projekts ein, in das das Fachgebiet Stadtumbau/Stadterneuerung an der Universität Kassel informell eingebunden ist. Von besonderer Relevanz erscheint für den deutschen Forschungskontext und die internationalen Verflechtungen der Diktaturen in Europa nicht zuletzt, mit welch großem Aufgebot deutsche und italienische Truppen am spanischen Bürgerkrieg teilnahmen und wie groß die Schuld ist, die sie auf sich luden – nicht nur bei der Zerstörung der baskischen Stadt Gernika. Bodenschatz erinnerte auch an die außerordentliche Rolle, die Lissabon Anfang der 1940er Jahre für kurze Zeit als Treffpunkt von Flüchtlingen aus ganz Europa spielte. Verblüffend aus heutiger Sicht erscheint, dass berühmte Wahrzeichen der Stadt wie das Hieronymus-Kloster in ihrem städtebaulichen Umfeld stark von der Diktatur beeinflusst wurden oder die Diktatur auf eine Ebene mit der Größe des untergegangenen portugiesischen Weltreichs stellt wie das 1960 errichtete Denkmal der Entdeckungen.

In diesem Sinne machten auch Christian von Oppen und Piero Sassi anhand von Einzelprojekten deutlich, dass der Städtebau unter den iberischen Diktaturen weit über staatliche Repräsentationsbauten hinausreichte und sowohl stilistisch als auch im Hinblick auf die Stadtproduktion nicht leicht einzuordnen ist. Bekannter sind vielleicht noch Orte wie das Tal der Gefallenen als spanisches Nationalmonument zur Verherrlichung der Franco-Diktatur. Weniger bekannt sind dagegen vermutlich die starken Einflüsse der Diktatur auf den Städtebau in Madrid sowie die Projekte zum Bau von Universitäten in Lissabon und Coimbra, die ein breites Spektrum von städtebaulichen Zugängen offenbaren.

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Urban Design and Authoritarian Government – European Dictatorships in the 20th Century in International Perspective

Roundtable Discussion funded by the German Research Foundation at the University of Kassel on 25 and 26 August 2014

Uwe Altrock, Universität Kassel, altrock@asl.uni-kassel.de
Harald Kegler, Universität Kassel, harald_kegler@yahoo.com

To strengthen the network of researchers working on 20th century dictatorships in Europe and urban development, researchers from the University of Kassel, TU Berlin and Bauhaus University Weimar hosted a roundtable discussion. About 20 scholars from Germany and abroad discussed avenues for a more systematic research and perspectives for the funding of research networks. The underlying idea was that there is a lot of detailed research in a number of European countries that have witnessed dictatorships in the 20th century especially when it comes to matters of architectural form, whereas a broader approach transcending this narrow perspective is only gradually established. The following questions seem to need a more thorough reasearch approach that is truly international in nature and may allow for comparisons and for significant contributions in the context of the contemporary perception of legacies of dicatorships in a democratic environment:

How is an authoritarian system of urban design established?
Are there specific products and traditions of urban form?
How is urban design in dictatorships influenced by international exchange both in political and professional terms?
What are the specific features of the production of urban space in dictatorships when looking beyond representational urban design for the state itself?
The roundtable discussion offered an opportunity for productive interdisciplinary exchange between scholars from the fields of architecture, planning, history, history of art, preservation and political science that have all contributed to the overall theme of the roundtable discussion.
In the future, research activities of the participants will build on completed and on-going projects dealing with the situation in, among others, Germany, the Soviet Union, Italy, Spain, Portugal, and the Balkans, and linking it more actively with the activities of networks such as UEDXX.

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Former Parliament of Yugoslavia (inaugurated in 1961), nowadays Parliament of Serbia. The built legacy left behind by the dictatorship in former Yugoslavia was discussed during the presentation “Research on Forgotten Dictatorships” (Harald Kegler). Photograph by Harald Kegler 2014, CC BY-NC-ND 4.0

Städtebau und Diktatur: mehr als ein Forschungsprogramm

Article by Harald Bodenschatz in: Forum 2014, 69-70

Harald Bodenschatz, Technische Universität Berlin, harald.bodenschatz@tu-berlin.de

Nach den Forschungen zum Städtebau in der frühen Stalinzeit und in der Mussolinizeit haben wir – Max Welch Guerra, Uwe Altrock, Christian von Oppen, Piero Sassi und ich – dank der DFG die Chance, Forschungen zum Städtebau der Diktaturen auf der iberischen Halbinsel durchzuführen. Auch die Diktaturen Salazars und Francos sind Teil unserer gemeinsamen europäischen Geschichte. Auch ihr Städtebau ist Teil der europäischen Städtebaugeschichte, und der Umgang mit diesen Zeugnissen betrifft uns alle.

Download full text: Städtebau_und_Diktatur_Bodenschatz

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Mercado General de Covilhã, (eröffnet 1943, erneuert 2000). Foto: Harald Bodenschatz 2014, CC BY-NC-ND 4.0

Urban Design for Mussolini, Stalin, Salazar, Hitler and Franco during the Interwar Period

Session M50 at the 12th International Conference of the European Association for Urban History (Lisbon, September 3–6, 2014)

Christian von Oppen, Technische Universität Berlin, christian.von.oppen@uni-weimar.de

Earlier this year, the UEDXX for the first time participated in the European Association for Urban History (EAUH) biannual conference in Lisbon. The EAUH conference provides a multidisciplinary forum for the diverse community of urban scholars. Following this multidisciplinary approach, Prof. Dr. Harald Bodenschatz, DI Christian von Oppen and Prof. Dr. Max Welch Guerra (founding members of the network) organized a session about urban design under the European dictatorships of the 20th Century (“Urban Design for Mussolini, Stalin, Salazar, Hitler and Franco during the Interwar Period”, M50). The session mainly focused on an international approach, which was underlined by six contributions representing six different countries.

Due to the forced repression of other European countries, as well as the cultural diplomacy of the most powerful dictatorships of the 20th century (for example, the Soviet Union, Nazi Germany, and Fascist Italy), urban history under dictatorial regimes is a topic with broad international reference. Nevertheless, this important topic is mainly discussed within the single national contexts. During the session, the different contributions made clear that the understanding of the common European history under dictatorships is determined by different national experiences. It is necessary to overcome this gap to achieve a shared understanding of the European history of the 20th Century.

Accepted papers will be published on this website.

Conference session (M50):
http://www.eauh2014.fcsh.unl.pt/index.php?conference=conference&schedConf=eauh2014&page=schedConf&op=trackPolicies

Download short report (German): Bericht_SessionM50

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The UEDXX network was presented during the networking event on Thursday, September 4, 2014, CC BY-NC-ND 4.0.

Städtebau und Diktatur in Europa: Sowjetunion, Italien, Deutschland, Portugal, Spanien

Forum Stadt. Vierteljahreszeitschrift für Stadtgeschichte, Stadtsoziologie, Denkmalpflege und Stadtentwicklung. 41. Jahrgang 1/2014

Publication edited by Harald Bodenschatz and Max Welch Guerra

Harald Bodenschatz, Technische Universität Berlin,  harald.bodenschatz@tu-berlin.de

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Aus dem Editorial:

„Die deutschsprachige Forschung zur Städtebaugeschichte der europäischen Diktaturen der Zwischenkriegszeit hat sich aus verständlichen Gründen jahrzehntelang auf das nationalsozialistische Deutschland konzentriert, Studien über den Städtebau anderer Diktaturen dieser Jahre blieben eine Ausnahme. Dies ändert sich langsam. Dabei sind ganz unterschiedliche Sichtweisen zu beobachten, vor allem historische, kunst- bzw. bauhistorische, planungsgeschichtliche sowie politik- bzw. sozialwissenschaftliche Betrachtungen, die oft wenig untereinander kommunizieren. Damit sind zwei Käfige benannt, in denen sich die noch tastende und wenig systematisch vernetzte Forschung bewegt: nationale Grenzen und disziplinäre Schranken.

Das folgende Heft versteht sich als ein weiterer Schritt in Richtung vernetzter Forschung über nationale und disziplinäre Grenzen hinaus. Es thematisiert unterschiedliche europäische Diktaturen der Zwischenkriegszeit, vor allem solche längerer Dauer, und die Autoren repräsentieren unterschiedliche Disziplinen: Architektur, Kunstgeschichte, Kulturphilosophie, Planungswissenschaften, Politikwissenschaften und Soziologie. Gemeinsam ist ihnen allen eine langjährige Erfahrung in der Kooperation mit anderen Disziplinen.“

Inhaltsverzeichnis:
http://d-nb.info/1048465764/04

City Production by Iberian Dictatorships in the European Context

Research project at the Bauhaus University Weimar, Technical University Berlin and University of Kassel

Städtebau unter der Diktatur – ein Forschungsprojekt zu Portugal und Spanien

Welche Rolle spielte der Städtebau unter den heute noch nachwirkenden Diktaturen von António Salazar und Francisco Franco? Wie sehr sind die Fachleute, die für beide iberischen Regimes gearbeitet haben, und ihre Werke Teil einer gemeinsamen Geschichte des europäischen Städtebaus im 20. Jahrhundert?

Piero Sassi, Bauhaus-Universität Weimar, piero.sassi@uni-weimar.de

Benediktinerabtei im Valle de los Caídos (Tal der Gefallenen) bei Madrid, Hauptmonument der spanischen Diktatur Francos, Mausoleum und Grabstätte des Diktators, errichtet 1940 bis 1959. Foto: Harald Bodenschatz, 2012

Benediktinerabtei im Valle de los Caídos (Tal der Gefallenen) bei Madrid, Hauptmonument der spanischen Diktatur Francos, Mausoleum und Grabstätte des Diktators, errichtet 1940 bis 1959. Foto: Harald Bodenschatz, 2012

Vom 1. April 2014 an wird das von der DFG geförderte Forschungsprojekt “Städtebau unter Franco und Salazar, Stadtproduktion iberischer Diktaturen im europäischen Kontext” eine Antwort auf diese und weitere Fragen suchen. Das Projekt ist Teil eines Forschungsverbundes zur Planungsgeschichte des 20. Jahrhunderts unter dem Dach des Bauhaus-Instituts für Theorie und Geschichte der Architektur und der Planung und knüpft insbesondere an Vorarbeiten zum Städtebau unter den Diktaturen Hitlers, Mussolinis und Stalins an.

Es wird an der Bauhaus-Universität Weimar (Prof. Welch Guerra, Raumplanung und Raumforschung) und an der TU Berlin (Prof. Bodenschatz, Center for Metropolitan Studies) unter Beteiligung von Prof. Altrock (Universität Kassel) durchgeführt. Wissenschaftliche Mitarbeiter sind Christian von Oppen und Piero Sassi, studentische Mitarbeiterinnen: Maria Victoria Cura, Marie Kötterheinrich und Tatjana Zemeitat.

Zeitlich bezieht sich das Projekt auf die Kernphasen des staatlich gesteuerten Städtebaus, der in Portugal unter António de Oliveira Salazar 1928 und in Spanien unter Francisco Franco im Jahr 1939 beginnt, sehr stark unter dem Einfluss des faschistischen Italiens und Nazi-Deutschlands stand und in den späten 1950er an Bedeutung verliert.

Für Rückfragen steht Ihnen gern Piero Sassi, wiss. Mitarbeiter Professur Raumplanung und Raumforschung der Fakultät Architektur und Urbanistik an der Bauhaus-Universität Weimar zur Verfügung (Tel. +49 (0) 3643 / 58 26 05, E-Mail: piero.sassi[at]uni-weimar.de)

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Eingang in das Viertel Terras de Forno, ein 1933 bis 1938 realisiertes Projekt des sozialen Wohnungsbaus der Salazarzeit in Belém, Lissabon. Foto: Harald Bodenschatz, 2012, CC BY-NC-ND 4.0