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Berlin Mitte: Spiegel des Städtebaus zweier Diktaturen

Article by Harald Bodenschatz, AIV Berlin/Forum I-2016

Harald Bodenschatz, Technische Universität Berlin, harald.bodenschatz@tu-berlin.de

Die Berliner Mitte von heute, das Gebiet der einstigen mittelalterlichen Doppelstadt Berlin/Cölln, ist vor allem das Produkt der zwei deutschen Diktaturen des 20. Jahrhunderts – der nationalsozialistischen Diktatur 1933-1945 und dann der sozialistischen DDR-Diktatur 1949-1989. Die diktatorische Neugestaltung der Mitte hat nicht nur den überkommenen Stadtgrundriss radikal verändert, sondern auch das kleinteilige private Bodeneigentum beseitigt. Sie hat aus einer Mitte mit über 800jähriger Geschichte eine Mitte der jüngsten Vergangenheit gemacht.

1937 waren mit der Behörde eines „Generalbauinspektors“ für die Reichshauptstadt, vertreten durch Albert Speer, die institutionellen und finanziellen Grundlagen für einen Abbruch der Berliner Altstadt geschaffen worden. Neben und in Konkurrenz zu Speers Behörde gab es weiterhin das Stadtplanungsamt der nunmehr gleichgeschalteten und untergeordneten Stadt Berlin. Beide Institutionen entwickelten Pläne zum radikalen Umbau der Berliner Altstadt, die partiell auch umgesetzt wurden.

Im Zweiten Weltkrieg wurden die meisten Gebäude der Berliner Mitte zerstört, wenngleich der Stadtgrundriss und private Parzellen zunächst erhalten blieben. Diese wurden erst in der nächsten Diktatur beseitigt, in der DDR-Diktatur – aufbauend auf den Eigentumsverhältnissen der NS-Zeit. Denn der Raub jüdischer Grundstücke wurde nicht rückgängig gemacht, die Enteignungen wurden nunmehr verallgemeinert. Nach vielen unterschiedlichen Planungen wuchs schließlich eine neue Ost-Berliner Mitte heran, mit Fernsehturm, einem großen Freiraum mit einer isolierten Marienkirche, ein autogerechter Ort ohne viel Vergangenheit und mit viel Zukunftsversprechen.

Nach dem Fall der Mauer wurde die Mitte Berlins zu einem zentralen Feld politischer, gesellschaftlicher und kultureller Auseinandersetzungen. Aber in keiner einzigen Sichtweise fand die Tatsache Beachtung, dass die Mitte vor allem durch zwei Diktaturen geprägt worden ist.

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Wo einst das Zentrum des mittelalterischen Berlin war, erstreckt sich heute eine unwirtliche Autoverkehrslandschaft – ein Produkt beider Diktaturen. Foto: Harald Bodenschatz 2010, CC BY-NC-ND 4.0

Download full Text (in German): Berlin_Mitte_Diktaturen_2016

 

George Matei Cantacuzino – eine hybride Moderne

Exhibition and Bauhaus-ARGUMENTE event

Ines Weizman, Bauhaus-Universität Weimar, ines.weizman@uni-weimar.de

Die Fakultät Architektur und Urbanistik der Bauhaus-Universität Weimar startet mit einer Ausstellung über den rumänischen Architekten Cantacuzino in das neue Jahr. Vom 6. bis 31. Januar 2016 zeigt »George Matei Cantacuzino – eine hybride Moderne« einen Querschnitt durch das Werk des kosmopolitischen Architekten, Malers und Intellektuellen. Cantacuzino (1899-1960) gilt als die integrative Figur der Moderne im Rumänien der 1930er Jahre. Angesichts jener Zeit der Extreme erscheint sein Plädoyer für die Verknüpfung von Tradition und Moderne ebenso bemerkenswert wie seine intellektuelle Redlichkeit.

Cantacuzino, geboren in Wien, ist mit Rumänisch, Französisch und Deutsch aufgewachsen. Er hat als Steinmetz gearbeitet. Während seines Studiums in Paris begeisterte er sich für Palladio, Goethe und Valéry. Angeregt von der Groupe des Architectes Modernes um Auguste Perret, entfaltete er eine „klassische Haltung“ – in der Tradition von Schinkel, Semper, Wagner und Loos. Er wirkte als Korrespondent der renommierten Architekturzeitschrift L´Architecture d´Aujourd´hui (als Julius Posener deren Sekretär war), war Ehrenmitglied des Royal Institute of British Architects und Ehrenbürger von New York.

Die Ausstellung war bereits zu sehen in der Architekturgalerie am Weissenhof Stuttgart, im Architekturmuseum der TU Berlin, im Architekturschaufenster Karlsruhe, in der Galerie des Generalkonsulats von Rumänien in München und im Romanian Cultural Institute in London.

Anlässlich der Ausstellungseröffnung kommen am 6. Januar, 17 Uhr im Oberlichtsaal des Hauptgebäudes, Serban Cantacuzino, Architekturkritiker, Denkmalpfleger und Sohn von G.M. Cantacuzino, und Dan Teodorovici, Architekturhistoriker und Kurator, über die Aktualität des Werkes von George Matei Cantacuzino im Rahmen der Reihe Bauhaus ARGUMENTE ins Gespräch. Das Gespräch wird von Prof. Dr. Ines Weizman moderiert. Im Mittelpunkt steht eine geschichts- und kulturbewusste Spielart der Moderne am südöstlichen Rand Europas.

Serban Cantacuzino unternimmt eine kritische und zugleich leidenschaftliche Tour de force durch das ereignisreiche Leben und vielschichtige Werk seines Vaters. Er schlägt dabei den Bogen von den geopolitischen Kontexten des 20. Jahrhunderts (mit den zwei Weltkriegen, dem Faschismus und dem Kommunismus) über die Liebe zu Palladio und einem kontextuellen Architekturpluralismus bis zur Bedeutung G.M. Cantacuzinos in der heutigen postkommunistischen Gesellschaft Rumäniens.

Dan Teodorovici wird zwei Momente seiner Arbeit über G.M. Cantacuzino beleuchten: Zum einen wird er von seine detektivischen Spurensuche berichten, die versucht, G.M. Cantacuzinos „klassische Haltung“ zu rekonstruieren und in den kulturellen und politischen Kontext einzuordnen. Zum anderen wird er die G.M. Cantacuzinos Versuch, die Ästhetik der Moderne ethisch zu verankern und sie mit der Tradition zu verknüpfen, auf seine heutige Anschlussfähigkeit befragen.

Eckdaten
Ausstellung »George Matei Cantacuzino – eine hybride Moderne«
6. bis 31. Januar 2016
Hauptgebäude der Bauhaus-Unverstität Weimar
Geschwister-Scholl-Straße 8, 99423 Weimar
Mo-Fr 9-19 Uhr
Sa/So 9-16 Uhr

Eröffnung mit
Bauhaus ARGUMENTE: Serban Cantacuzino vs. Dan Teodorovici
Moderation Prof. Dr. Ines Weizman.

6. Januar 2016, 17:00h
Oberlichtsaal im Hauptgebäude der Bauhaus-Universität Weimar

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Marcello Piacentini. Moderner Städtebau in Italien

Book by Christine Beese, 624 pages, 252 images, Berlin: Reimer Verlag, 2015

Christine Beese, Freie Universität Berlin, c.beese@fu-berlin.de

Marcello Piacentini (1881–1960) gilt als der einflussreichste italienische Architekt des frühen 20. Jahrhunderts. Seine Piazza della Vittoria in Brescia, die Via Roma in Turin oder der römische Stadtteil EUR wurden zu Ikonen des architektonischen Städtebaus. Trotzdem ist Piacentini in Deutschland – wenn überhaupt – nur als »Architekt Mussolinis« bekannt.

Christine Beese zeigt in ihrer Studie, dass es sich lohnt, den »Dämonen« der italienischen Architekturgeschichte genauer zu betrachten. Denn trotz aller nationalistischen Rhetorik entwickelte Piacentini seine städtebaulichen Positionen im Kontext internationaler Leitbilder. Mit ihrer Arbeit hinterfragt die Autorin somit gängige Vorstellungen »diktatorischen Städtebaus« und liefert einen wichtigen Beitrag zur europäischen Stadtbaugeschichte des 20. Jahrhunderts.

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Urban design and dictatorship in the 20th century: Italy, Portugal, the Soviet Union, Spain and Germany. History and Historiography

Conference Publication

Piero Sassi, Bauhaus-Universität Weimar, piero.sassi@uni-weimar.de

For decades in Germany, historical research on dictatorial urban design in the first half of the 20th century focused on the National Socialist period. Studies on the urban design practices of other dictatorships remained an exception. This has changed. Meanwhile, the urban production practices of the Mussolini, Stalin, Salazar, Hitler and Franco dictatorships have become the subject of comprehensive research projects. Recently, a research group that studies dictatorial urban design in 20th century Europe has emerged at the Bauhaus-Institut für Geschichte und Theorie der Architektur und der Planung. The group is already able to refer to various research results.

Part of the research group’s self-conception is the assumption that the urban design practices of the named dictatorships can only be properly understood from a European perspective. The dictatorships influenced one another substantially. Furthermore, the specificities of the practices of each dictatorship can only be discerned if one can compare them to those of the other dictatorships. This approach requires strict adherence to the research methods of planning history and urban design theory. Meanwhile, these methods must be opened to include those of general historical studies.

With this symposium, the research group aimed to further qualify this European perspective. The aim was to pursue an inventory of the various national historiographies on the topic of “urban design and dictatorship”. This inventory should offer an overview on the general national level of historical research on urban design as well as on the level of particular urban design projects, persons or topics.

The symposium took place in Weimar, November 21-22, 2013. It was organized by Harald Bodenschatz, Piero Sassi and Max Welch Guerra and funded by the DAAD (German Academic Exchange Service).

About the Internationality of Urbanism: The Influence of International Town Planning Ideas upon Marcello Piacentini’s Work
Christine Beese
Kunsthistorisches Institut – Freie Universität Berlin – Germany

Landscape and City during Fascism: Enrico del Debbio’s Foro Mussolini
Maria Luisa Neri
Università di Camerino – Scuola di Architettura e Design – Ascoli Piceno – Italy

Planning the Industrialization. The Technical and Theoretical Toolbox for the Post-War Program for the Industrial Development Areas of Southern Italy
Nicla Dattomo
Università Iuav di Venezia – Italy

Restelo Neighbourhood: Expanding the Capital of the Empire with the First Portuguese Urban Planner
Patrícia Bento d’Almeida
Instituto Universitário de Lisboa – Portugal

Portuguese Social Housing under Dictatorship. A Morphological Analysis of Some Residential Agglomerations in Lisbon (1933-1950)
Maria Amélia Cabrita
Architecture – ISCTE, Lisbon, Portugal

Restelo in Lisbon – The Non-implementation of the Original Urban Design by Faria da Costa during the Dictatorship of António de Oliveira Salazar
Salete A. F. Cravo
Instituto Universitário de Lisboa – Portugal

Granite on the Ground: Former Nazi Party Rally Grounds, Nuremberg/Germany. A brief introduction
Marie Luise Birkholz
Bauhaus-Universität Weimar, Germany

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Urbanistica e dittatura. Otto osservazioni / Städtebau und Diktatur. Acht Anmerkungen

Harald Bodenschatz, Technische Universität Berlin, harald.bodenschatz@tu-berlin.de

Presentation held by Harald Bondeschatz on October 24, 2015 at the exhibition “Cesare Valle. Un’altra modernità: Architettura in Romagna”, Forlì (Italy).

Download presentation > otto osservazioni_HB_it ; Acht Anmerkungen_HB_de

Ästhetik der Platte Wohnungsbau in der Sowjetunion zwischen Stalin und Glasnost

Book by Philipp Meuser, 728 pages, 1.400 images, Berlin: DOM publishers, 2015

Harald Bodenschatz, Technische Universität Berlin, harald.bodenschatz@tu-berlin.de

Der industrielle Wohnungsbau der Sowjetunion ist kein Thema neben vielen anderen, sondern ein Schlüsselthema der Architektur- und Städtebaugeschichte des 20. Jahrhunderts weit über Russland hinaus. Er umfasst in zeitlicher Hinsicht die lange Spanne von 1955 bis 1991 und betraf den Alltag von Millionen Sowjetbürgern, ja er betrifft den Alltag postsowjetischer Bürger noch heute. Das Zentrum des Buches bilden die Kapitel über die Städte Moskau, Leningrad und Taschkent. Nahezu unbekannt ist bislang der industrielle Wohnungsbau in Taschkent, der in den 1970er Jahren viertgrößten Stadt der UdSSR und Hauptstadt der usbekischen Republik, der als sowjetische Musterstadt des industrialisierten Bauens nach den Zerstörungen des Erdbebens im Jahre 1966 eine besonderer Bedeutung zukommt. Das Buch bereichert die Forschungslandschaft zu Architektur und Städtebau in der Sowjetunion entscheidend. Es ist auch außerordentlich schön gestaltet. Die zahlreichen Abbildungen sind ein unverzichtbarer Bestandteil der Argumentationsstruktur. Nolens volens trägt das Buch überdies dazu bei, den wissenschaftlichen Austausch zwischen Russland und Deutschland in Zeiten erkalteter Beziehungen zu pflegen.

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Chi conosce Cesare Valle? Wer kennt schon Cesare Valle?

Harald Bodenschatz, Technische Universität Berlin, harald.bodenschatz@tu-berlin.de

Nonostante il loro lavoro sia fondamentale per lo sviluppo e la comprensione dell’architettura europea del periodo interbellico, la maggior parte degli architetti attivi durante la dittatura di Mussolini vengono tuttora trascurati. Questo atteggiamento sta però cambiando. Nel 2015 il lavoro dell’architetto romano Cesare Valle (1902-2000) è stato ampliamente illustrato in una mostra allestita a Forlì, incentrata soprattutto sulla sua attività in Romagna. Gli edifici progettati da Cesare Valle si sottraggono, come del resto quelli di molti altri architetti italiani, alle troppo facili categorie “tradizione” e “modernità”. Oltre a quella architettonica, la loro dimensione urbana è spesso molto caratterizzante. Il catalogo della mostra, molto esaustivo e ben redatto, è stato curato da Ulisse Tremonti: “Cesare Valle. Un’altra modernità: architettura in Romagna” (Bononia University Press 2015).

Noch immer werden die meisten Architekten der Mussolini-Diktatur übersehen, wenngleich ihr Werk für die Entwicklung und das Verständnis der europäischen Architektur der Zwischenkriegszeit unverzichtbar ist. Aber langsam ändert sich das. 2015 wurde in einer Ausstellung in Forlì das Werk des römischen Architekten Cesare Valle (1902-2000) unter besonderer Berücksichtigung von dessen Aktivitäten in der Romagna gezeigt. Die von Cesare Valle entworfenen Bauten entziehen sich, wie auch viele Bauten anderer italienischer Architekten, den einfachen Schubladen „Tradition“ und „Moderne“. Sie haben aber oft eine städtebauliche Dimension. Im Rahmen der Ausstellung erschien ein ausgezeichneter Katalog, herausgegeben von Ulisse Tramonti: „Cesare Valle. Un’altra modernità: architettura in Romagna“ (Bononia University Press 2015).

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Manifesto della mostra su Cesare Valle sulla facciata del Palazzo Comunale di Forlì. Ottobre 2015. Plakat zur Ausstellung über Cesare Valle am Rathaus von Forlì, Oktober 2015. Foto: Harald Bodenschatz, CC BY-NC-ND 4.0

Gutachten zur bau-, stadtbau- und nutzungsgeschichtlichen Bedeutung des “Hauses der Parlamentarier” (ehem. Reichsbankgebäude), des Treuhandgebäudes (ehem. Gebäude des Reichsluftfahrtministeriums) und des ehemaligen Staatsratsgebäudes in Berlin

Harald Bodenschatz, Technische Universität Berlin, harald.bodenschatz@tu-berlin.de

Am 20. Juni 1991 beschloss der Deutsche Bundestag, den Sitz des Parlaments und der Regierung nach Berlin zu verlegen. Das diesem Beschluss folgende „Konzept für die Unterbringung der Bundesregierung in Berlin“ vom 8. Dezember 1992 sprach die Empfehlung aus, die ehemalige Reichsbank, das ehemalige Reichsluftfahrtministerium und das ehemalige Staatsratsgebäude zugunsten von Neubauten abzureißen. Damit waren zwei Großbauten der nationalsozialistischen Diktatur und ein Großbau der DDR-Diktatur bedroht. Vor diesem Hintergrund entstand das „Gutachten zur bau-, stadtbau- und nutzungsgeschichtlichen Bedeutung des ‚Hauses der Parlamentarier’ (ehem. Reichsbankgebäude bzw. ZK-Gebäude der SED), des Treuhandgebäudes (‚Detlev-Rohwedder-Haus’, ehem. Gebäude des Reichsluftfahrtministeriums) und des ehemaligen Staatsratsgebäudes“, das von Harald Bodenschatz, Johannes Geisenhof und Dorothea Tscheschner im Auftrag der Senatsverwaltung für Bau- und Wohnungswesen Berlin im Februar 1993 vorgelegt wurde. Das Gutachten plädierte für den Erhalt aller drei Gebäude.

Download full text: Gutachten

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George Matei Cantacuzino – a Hybrid Modernist

Book by Dan Teodorovici. Berlin/Tübingen: Ernst Wasmuth, 2014.

Dan Teodorovici, architect, author and curator, dan.teodorovici@web.de

The Romanian cosmopolitan architect and public intellectual George Matei Cantacuzino (b. Vienna, 1899–d. Jassy, 1960) was the integrative figure of Modernism in that country. In view of the age of extremes of the 20th century, both his classical attitude, which links Modernism to Traditions and Aesthetics to Ethics, and his intellectual integrity are remarkable.

He was educated at the Ecole des Beaux-Arts in Paris; in Bucharest he also became professor of architectural history and theory, painter and curator, the first Romanian correspondent of L’Architecture d’Aujourd’hui, honorary corresponding member of RIBA/London, and honorary citizen of New York. With his liberal political attitude being disapproved of by both fascists and communists, he experienced imprisonment, social exclusion, and an untimely death.

Offering a journey through his momentous life and work, this study tries to place it into a wide architectural, cultural, economic and political context. It also seeks to reveal the cornerstones of his classical attitude and to discern the “the springs which feed the river of his thought“ – from Vitruvius via Palladio and Schinkel to Loos and Perret, from Wölfflin via Wittkower to Gombrich, from Plotinus via Bergson to Camus, from Montaigne via Goethe to Rilke, Valéry and T.S. Eliot.

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TOTALLY LOST 2015

The photographic and video exploration of the architecture of totalitarian regimes of the XX century in Europe
Organized by Spazi Indecisi and the Cultural Route “ATRIUM – Architecture of Totalitarian Regimes of the XX Century in Europe’s Urban Memory”

Michele Pancaldi, Comune di Forlì, michele.pancaldi@comune.forli.fc.it

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Spazi Indecisi and the Cultural Route “ATRIUM – Architecture of Totalitarian Regimes of the XX Century in Europe’s Urban Memory” announce the second edition of Totally Lost: a European photo and video exploration aimed at discovering and mapping the architectural heritage of European Totalitarian Regimes of the XX Century in Europe, that lie today in abandonment.

Through the lenses of photographers, video-makers and urban explorers Totally Lost aims at showing how these places are not “totally lost”, as they represent fragments to be reconnected in a network of new meanings to give and new contents to generate. The purpose of this operation is not to forget the past, but to critically understand its heritage, reconsider it critically in the present time, and pass it on to the future.

The object of the 2015 edition of the call is to expand and enrich the online mapping that was created with the material received during the first edition, and to collect photos and videos that will be included in a public travelling exhibit.
In order to take part to Totally Lost upload your photos and videos by December 31st, 2015.

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