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Planning between Democracy and Dictatorship in the 20th Century

Teaching and Research-Program at the University of Kassel

Planung zwischen Diktatur und Demokratie im 20. Jahrhundert

Modul: Forschendes Lernen – Masterlabor Städtebau- und Planungsgeschichte

Universität Kassel, Institut für urbane Entwicklungen, FB 6

Lehrender: PD Dr. habil. Harald Kegler

Harald Kegler, Universität Kassel, harald_kegler@yahoo.com

Die Stadt- und Regionalplanung im 20. Jahrhundert in Europa war geprägt durch das Wirken von Diktaturen wie durch das Ringen um demokratische Verwirklichung. Dabei gab es nicht nur „schwarz-weiß“-Entwicklungen. Vielmehr gab es – aus der Sicht der Planungsdisziplinen – Übergänge, Diskontinuitäten und eine vielgestaltige Hinterlassenschaft. Es wird im Seminar um das Ergründen von Strukturen, Inhalten und Bezügen bis in die Gegenwart gehen. Dabei werden prototypische Fälle behandelt. Sie betreffen die Planungsinhalte, die Planungsstrukturen, die Ausbildung und die ausgestellte Planung. Zugleich werden die gesellschaftlichen Kontexte ermittelt und der Versuch unternommen, einen Ausblick auf aktuelle Formen der Planungslenkung (zwischen Diktatur und Demokratie) zu diskutieren und zu dokumentieren.

Der spezifische Forschungsteil betrifft die Entstehung der Landesplanung in der frühen DDR. Hier wird das bislang nicht erschlossene Wirken des Bauhäuslers Ernst Kanow im Mittelpunkt stehen. Hier spielt auch sein Wirken in den 1950er Jahren in Nord-Korea (Planung für Hamhung) eine Rolle. Das Programm wird durch eine Kurzexkursion nach Halle-Neustadt (50 Jahre Halle-Neustadt) ergänzt.

Das Ziel besteht darin, einen eigenen Forschungsbeitrag (Artikel in einer Fachzeitschrift) zu erarbeiten und für eine Veröffentlichung vorzubereiten. Die Fragestellung und die für die zu erschließenden Materialien notwendigen Methoden werden eigenständig und im Dialog entwickelt.

ernst kanow brief 28021992 hk

Brief von Ernst Kanow an Dr. Kegler, 1992. Archiv IuE, Kegler.

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